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Kalenderblatt Februar Der Februar, unser zweiter Monat im Kalenderjahr, nennt sich auch Taumond, Schmelzmond, Hornung (weil sich das Vieh in diesem Monat hornt) oder Narrenmond. Der Februar wird geprägt von Mariä-Lichtmess, der Vorfasten- und Fastenzeit, dem Mummenschanz, Karneval und Fasching. Lichtmess war die Kerzenweihe in der katholischen Kirche. Gesegnet wurden alle Kerzen, die im Haushalt für ein Jahr gebraucht wurden. Die geweihten Kerzen bewahrten vor Blitzschlag und Feuersbrunst. Für die Handwerker hörte an Lichtmess die Arbeit bei Kerzenlicht auf, die bei Michaelis (29. September) begonnen hatte. Den Tag nach Lichtmess ließen die Meister frei, er hieß Lichtblaumontag, davon leitet sich, wenn auch mit anderem Sinngehalt, unser heutiger “blauer Montag” ab. Fest der Göttin Birgit 1. Februar: Birgit ist die keltische Göttin der Dicht- und Heilkunst. Übersetzt steht Birgit für “die Strahlende”, ihre Symbole sind das Feuer und der Zauberkessel. Birgit ist die ewige Flamme der Inspiration und Intuition. Am 2. Februar wird sie mit einem Fest eigens gewürdigt. Mariä-Lichtmess 2. Februar: Dies ist der Tag von Mariä Reinigung und der Darstellung des im Tempel neugeborenen Gottessohnen. Dieser hohe Feiertag wurde schon im 5. Jh. v. Chr. als Fest zu Ehren des altitalischen Gottes der Unterwelt, Februus, gefeiert. Februus galt dieser Monat mit seinen Reinigungs- und Sühnenfesten. Heiliger Blasius 3. Februar: Blasius war Bischof und Schutzheiliger gegen Halsweh, weil er einer Legende nach einen Jungen vorm Ersticken bewahrte, indem er ihm eine Gräte aus dem Hals entfernte. Das Blasienbrot, das man früher gebacken hat, war ein Heilsbrot mit trockenen Früchten. Heilige Veronika 4. Februar: Die Veronika - oder auch Vreneli - ist die Brotheilige, an diesem Tag schnitt man früher ein selbst gebackenes Roggenbrot an. Im Mittelalter schnitt keine Hausfrau einen Brotlaib an, ohne ihn vorher mit dem Kreuz zu zeichnen - heute noch in katholischen und orthodoxen Ländern üblich. Heilige Agatha 5. Februar: Die heilige Agatha stammte aus Sizilien, sie verlor in grausamer Marter ihre Brüste, weshalb sie Fürbitterin der Brustkranken ist. Die Relique ihres Schleiers hat die Stadt Catania so oft vorm Lavastrom des Ätna gerettet, dass Agatha auch die Patronin gegen Feuersgefahr wurde. Der Adamsbaum 1. Sonntag nach Lichtmess: Früher wurde der Adamsbaum, ein kleiner kahler Obstbaum, in Saulgau im Februar umgetragen. Behängt mit Äpfeln und Gebäck sollte er das Jahr reich und gesegnet machen. Heilige Apollonia 9. Februar: Die heilige Apollonia war die Patronin gegen Zahnweh, weil ihr heidnische Folterer die Zähne ausbrachen. Valentinstag 14. Februar: Dieser Tag geht auf den italienischen Bischof St. Valentin zurück, der um 270 als Märtyrer in der Nähe von Rom starb. Der Legende nach erfreute der fromme Mann ab und an seine Mitmenschen mit einem Blumengruß, den er ihnen über die Klostermauern reichte. | Petritag 22. Februar: In Friesland wird am Vorabend der Frühling mit einem Strohfeuer - auch Bieken - auf Anhebungen eröffnet. Da danach kein Licht mehr brennen soll, wird das Abendessen schon zu Tageslicht eingenommen. Mit dem Peterlispringen vertreiben die Kinder am Vorabend “Schlangen und Kröten” mit Kettengerassel und dürfen dann am Petritag mitfeiern. Tritt die Sonne in das Sternzeichen der Fische ein, geht kein Fuchs mehr über das Eis. Der Heilige Petrus ist der Patron der Fischer und somit Feind der winterlichen Eisdecke. Das Blockfest Donnerstag vor Fastnacht: Vor Fastnacht fuhren Kinder mit einem am Vortag geschlagenen, geschälten und mit Blumen und Girlanden geschmückten Baum auf einem Karren durch Schweizer Dörfer. Im Gepäck eine Sammlung von Lob- und Neckreimen für die Begegneten. Oft endete die Fahrt vor einem Wirtshaus und endete in einem großen Fest. Karneval Vorbereitung auf die Fastenzeit: Verschiedene Überlieferungen stehen für den Karneval. Als Faschingsscherz gilt dagegen die Erklärung “carne vale - Fleisch leb wohl”, der Abschied vom Fleisch vor der Fastenzeit. Auch könnte der Name im Zusammenhang mit Quinquagesima stehen. Fastenzeit Vorfastenzeit bis Karsamstag: Mit der Woche vor der Fastenzeit schließt sich der Weihnachtsfestkreis im Kirchenjahr. Christus ist geboren, am Fest der Erscheinung als Herr und König gefeiert worden und sickt sich nun an, den Satan und damit die vergängliche Welt zu überwinden, bis er im Osterlicht aufersteht. Oft man diese Zeit auch Weiße Woche, da man nur weißes Fleisch von Kalb, Huhn und Kaninchen aß. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, dauert 40 Tage und endet Karsamstag. Rosenmontag Tag vor Fastnacht: Der Tag der großen Karnevalsumzüge, besonders im Rheinland. Das reiche Wurfmaterial an die einstigen Heischegänge aus dem Mittelalter. An diesem Abend ließ man auch die Fenster offen, damit sich die Engel noch einmal an den Mahlzeiten stärken konnten. Man war überzeugt, dass die Fastenzeit auch im Himmel streng gehalten wurde. Erst wenn man das Flügelrauschen der wegfliegenden Engel hörte, durften die vor den verschlossenen Türen wartenden Kinder sich an den Familientisch setzen. In der Schweiz ziehen bunt kostümierte Karnevalcombo mit lautstarker Musik durch das Dorf und verkünden ihre Narrenreden. Fastnacht Nacht vor Aschermittwoch: Die Fastnacht wird von einer Strohpuppe dargestellt, die aus dem Dorf getragen wird, um zu Mitternacht verbrannt oder in den Bach geworfen zu werden. Die Asche der Fastnacht wurde auf das Feld gestreut. Auf Bauernhöfen oft ein Kinderspiel, verbunden mit einer heftigen Heuschlacht mit Geschrei. Danach gab es den Leichenschmaus. |
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