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SMW - 23.10.2007 Mangelhafter Datenschutz bei der Sparkasse Mit „Kundennähe ist bei uns kein Zufall, sondern Absicht.“ [1.03] bewirbt die Sparkasse in Deutschland ihren Service und ihre Dienstleistungen. Betrachtet man diesen Slogan etwas tiefsinniger, hat die Aussage aber irgendwie etwas beängstigendes. Nicht etwa weil das Bankgeheimnis wegen „zwingender nationaler Rechtsvorschriften“ - natürlich nur in Ausnahmefällen - nahezu bedeutungslos geworden ist, sondern weil vielmehr auch der Schutz der persönlichen Daten in Gefahr ist. Das Versprechen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (mbs) in Potsdam an den Kunden und Nutzer des Online-Angebotes: „Zweckbindung der Nutzung und Weitergabe persönlicher Daten. Ihre persönlichen Daten werden nur zu dem Zweck verwendet, für den Sie uns diese Daten überlassen haben bzw. für deren Nutzung und Weitergabe Sie Ihr Einverständnis gegeben haben.“. [1.04] In der Realität kann das aber auch ganz anders aussehen. So werden die persönlichen Daten eines Verbrauchers, der schon seit einigen Jahren nicht mehr Kunde bei der Sparkasse ist, für eine verkappte Werbeaktion missbraucht. Dabei muss dieser Verbraucher nicht einmal überhaupt irgendwann am Online-Banking teilgenommen und schon gar nicht seine persönliche Daten dafür preisgegeben haben. Via Post kommt ein Schreiben ins Haus mit Hinweis auf „Neue Bedingungen für das Online-Banking“, in der Anlage die Allgemeinen und Besonderen Bedingungen für das Online-Banking (Stand 12/2006) - übrigens ohne Hinweise auf den gesetzlich verbrieften Datenschutz. Als Anlage eine knallrote Werbepostkarte mit Hinweis auf „Zuckersüße ExtraZinsen“ bei Abschluss eines Sparbriefes bei 6-monatiger Laufzeit... und ein gelber Smile mit Zucker gefüllt. Mit Speck fängt man Mäuse. Doch von willi4u bekommt die mbs dafür nur die rote Karte. [1.03] Internetauftritt der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, „Über uns“
Alte Köpfe regieren für Deutschland Christian von Boetticher (Schleswig-Holsteins Umweltminister, CDU, 36), Roland Wöller (Sachsens Umweltminister, CDU, 37), Tanja Gönner (Baden-Württembergs Umweltministerin, CDU, 38), Silke Lautenschläger (Hessens Sozialministerin, CDU, 39) und Jörg Dräger (Hamburgs Wissenschaftssenator, parteilos, 39). Nur fünf von 170 Kabinettsmitglieder in Bund und Ländern sind jünger als 40 Jahre. Die SPD hat laut „Capital“ [1.02] gar keinen Regierungspolitiker unter 40 im Rennen. Die Bundesregierung liegt bei knapp 57 Jahren und ist nach „Capital“-Recherchen gut vier Jahre älter als die Vorstände der 30 Dax-Konzerne, die im Durchschnitt 53 Jahre alt sind. Zum Vergleich: In der Ära Kohl lag das Durchschnittsalter in der Bundesregierung noch bei 52 Jahren, zu Schmidts Zeiten sogar nur bei 47. Dabei wäre es mal Zeit für einen radikalen „Reifenwechsel“ in der deutschen Regierung, damit alte Seilschaften fallen und Platz für neue, frische Ideen gemacht wird. Doch der Nachwuchs muss ersteinmal gefunden werden, vielleicht gibt es künftig auch eine Greencard für Politiker? Aber eine Anhebung des Rentenalters ist ja allemal noch drin. [1.02] Wirtschaftsmagazin „Capital“ (Ausgabe 22/2007, ET: 11.10.2007)
SMW - 04.10.2007 Bahn frei für neue Ideen Mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) hat Verständnis dafür, dass die Lokführer streiken wollen, um einen eigenständigen Tarifvertrag und Lohnerhöhungen durchzusetzen. 40 Prozent hingegen lehnen die Streik-Ankündigungen ab. Dies ist das Ergebnis des ARD-DeutschlandTrends [1.01], den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen dimap am 1. und 2. Oktober unter 1000 Bürgern ab 18 Jahren in der Bundesrepublik erhoben hat. Im Juli hatten allerdings noch 71 Prozent Verständnis für die Streiks und nur ein Viertel (25 Prozent) lehten sie ab. Nach wie vor ist eine Mehrheit gegen die Teilprivatisierung der Bahn. 60 Prozent finden nicht, dass die Deutsche Bahn wie die Post und die Telekom ein Unternehmen werden sollte, dessen Aktien an der Börse gehandelt werden und an dem sich andere Unternehmen und Privatpersonen auf Kosten der Allgemeinheit bereichern - ehm beteiligen - können. Die Folge sollte unseren einflussreichen Politikern aus anderen Branchen bekannt sein: Preistreiberei, um maximale Profite zu erzielen und die gierigen Aktionäre bei Laune zu halten. Minimum an Investitionen, langfristig gesehen auf Kosten der Sicherheit. Noch ein Stichwort? Wegknickende Hochspannungsmasten. [1.01] ARD-DeutschlandTrends, WDR Pressestelle vom 04.10.2007
Das war Grönemeyers RockgipfelWährend in Heiligendamm die Chefs der acht mächtigsten Staaten der Welt zusammensaßen, kamen in Rostock die bekanntesten deutschen Pop-Musiker und die größten deutschen Hilfswerke mit Stars und engagierten Menschen aus acht Entwicklungsländern zu einem einzigartigen Festival zusammen: “Grönemeyers Rockgipfel”. Am 7. Juni ging es in Rostock um Armutsbekämpfung und einen Brückenschlag zwischen Nord und Süd: Herbert Grönemeyer, Bono Vox, Bob Geldof, Die Fantastischen Vier, Die Toten Hosen, Seeed, Silbermond, 2Raumwohnung, Sportfreunde Stiller und Beatsteaks trafen auf Bands aus Mosambik, Uganda, Mali, Sambia, Bangladesch und Nicaragua. Jede Band spielte zwei Songs. Dazwischen gab es Fakten aus den “P8”-Ländern. Die Moderatoren Roger Willemsen und Sarah Kuttner führten durch das Programm. Hintergründe, Fakten und eine Playlist hat Willi für Euch an dieser Stelle zusammengestellt. Mehr wissen will ... |
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